Warum Sie die DSGVO einfach ignorieren sollten

Wow.  Gestern war es soweit. Der Knoten ist endgültig geplatzt. Das Fass ist übergelaufen.
Die Realität hat sich unmissverständlich gezeigt.

Meine Entscheidung ist gefallen:

„Ich ignoriere die DSGVO von heute an bis ans Ende meiner Tage.“

Ja.
Sie haben richtig gelesen.

Für mich als Unternehmer ist das Thema einfach Zeitverschwendung.

Die DSGVO beschäftigt mich nun schon seit mehreren Wochen.

Frisst meinen Fokus und verbreitet Unruhe.

Und gestern – noch während des Webinars das ich selbst gemeinsam mit unserem Datenschutz-Anwalt veranstaltet habe – sind bei mir auf einmal alle Lichter angegangen:

 

Es gibt nur 2 Möglichkeiten wie Sie sich als Unternehmer (Betreiber einer Webseite) hier entscheiden können:

1. Sie lassen sich das von einem Profi umsetzen (oder setzen es selbst – unter Anleitung eines Profis – um).

Oder Sie nutzen die zweite Alternative:

2. Sie melden Ihr Gewerbe ab und löschen Ihre Webseite.
Punkt. Dazwischen gibt es nichts mehr.

Natürlich kann ich den Wunsch sehr gut nachvollziehen, sich “500€ sparen” zu wollen, nicht zu einem Rechtsanwalt zu gehen und das alles selbst umzusetzen “so gut es geht”.

Der Überzeugung war ich auch bis vor wenigen Tagen: “Die professionelle Umsetzung durch einen Rechtsanwalt oder Datenschutzbeauftragten kostet Geld.”

Ja. Das ist richtig. Ich dachte auch: “Die 500€ spar ich mir – das mach ich selbst.”

Heute spuck ich schon fast meinen Kaffee aus vor lauter Lachen, bei dem Gedanken dass man auch nur annähernd eine Chance hat bei dem Thema 1. durchzublicken und 2. das unanfechtbar (!) umzusetzen !

“Das spar ich mir, das mach ich selbst” – ist eine absolute Milchmädchenrechnung vor der ich Sie heute aus 3 Gründen ausdrücklich warnen möchte.

Denn wer denkt, er könnte sich “500€ sparen”, weil er “das mal schnell selbst” umsetzt, riskiert schlichtweg sein Unternehmen. 

Und “Nein!” – nicht weil die bösen Abmahn-Anwälte kommen und durch einen falsch formulierten Satz in der “Datenschutzerklärung” kurzerhand 2.000€ (und ein ganzer Haufen Kopfschmerzen) fällig werden.

Das ist zwar dann ärgerlich und kann in manchen Fällen sogar das bedauerliche “Aus” für ein kleines Einmann- oder Einfrau-Unternehmen bedeuten, aber das ist trotzdem nicht das größte Problem.

Das größte Problem an der DSGVO und die größte Gefahr für Sie und Ihre Webseite/Shop/Ihren Traum/Ihr Vorhaben/Ihr Unternehmen ist folgende: 
Selbst wenn Sie in den nächsten 5 Jahren keine einzige Abmahnung kassieren und niemals jemand auf die Idee kommt, Sie wegen einem Verstoßes gegen die DSGVO zu verklagen: Sie werden trotzdem Ihr Unternehmen MASSIV dadurch schädigen.

Warum?

“Bist du denn von allen guten Geistern verlassen? Ich muss mich doch um die DSGVO kümmern. Da muss doch bis zum 25.5.2018 alles (rechtssicher und unanfechtbar !) stehen. Und danach geht es doch erst los. Danach muss ich im Stundentakt die neuesten Gerichtsurteile zur DSGVO verfolgen um immer auf dem Laufenden zu bleiben. Denn jedes Gerichtsurteil kann auch mich und meine Situation betreffen. Das alles zu ignorieren: Das ist doch fahrlässig! Wie kannst du nur dazu raten die DSGVO zu ignorieren?”

Gut dass Sie fragen. Das freut mich.

Ich geb Ihnen hier gerne mal meine Meinung – und im Anschluss würde ich mich über Ihre Meinung zu dem Thema freuen.

Die 3 Gründe die es Ihnen verbieten, dass Sie sich mit der DSGVO beschäftigen:

  1. Loss of Focus = Loss of productivity
  2. Verlorener Wettbewerbsvorteil
  3. Früher oder später (vielleicht zu spät) geht das ganze dann doch zum Rechtsanwalt und dann wird es richtig teuer.

Zu 1.: Loss of focus = Loss of productivity

(Da kommt der alte Ami in mir durch: Das klingt einfach auf Englisch viel offizieller, deshalb lassen wir das in Englisch. Auf Deutsch würde es lauten: “Verlust des Fokus = Verlust der Produktivität”)

Wenn ich über die letzten Jahre eins über die Produktion von Erfolg gelernt habe, dann ist es dies:

“Fokus = Einkommen”.

Und zwar steigt der generierte Erfolg exponentiell mit der Konzentration Ihres Fokus.

Der Erfolg ist nicht nur “eine Frage der Zeit” wie man oft gern hoffen würde. Der Erfolg ist vielmehr eine Frage des Fokus.Nur wenn Sie ausreichend fokussiert an einer Sache arbeiten wird sich der Erfolg zeigen.

Nun können Sie sich entweder darauf konzentrieren im Thema DSGVO über die nächsten Monate ständig “up to date” zu sein oder um Ihr Kern-Geschäft weiter voran zu treiben.

Und wenn Sie ehrlich mit sich selbst sind: Tief im Inneren spüren Sie doch ganz deutlich: Egal wie viel Zeit Sie auf das Thema verwenden – mit dem Aneignen von “Halbwissen” werden Sie niemals einen Rechtstext für Ihre Webseite so formulieren, dass er nicht im Ernstfall von einem Rechtsanwalt mit zwei Sätzen in seiner Wirkung zerfetzt wird.

Somit verlieren Sie durch die konstante Informationsflut zur DSGVO über die nächsten Jahre garantiert Ihren Fokus und mit dem Fokus auch eine ganze Menge an Zeit.

Sie verlieren zudem den Fortschritt den Sie auf Ihrem Weg bisher gemacht haben.

Das größte Problem ist daran aber:
Sie “basteln” sich selbst ein Datenschutz-Gespenst, von dem Sie wissen, dass es niemals (wenn es “hart auf hart” kommt) einem Rechtsstreit in irgendeiner Form stand halten wird.

Somit müssen Sie immer weiter auf der Hut sein davor, dass jede Schlagzeile zu dem Thema “Datenschutz” eventuell auch für Sie und Ihre Situation relevant sein könnte. Somit ist die Sache für Sie am 25.5.2018 noch lange nicht gegessen so wie für andere Webseitenbetreiber die das Problem einfach an einen Anwalt ausgelagert haben.

Für Sie jedoch beginnt an diesem Tag erst die eigentliche Angst und Arbeit.

Sie müssen sich immer auf dem Laufenden halten was das Thema betrifft. Jede Schlagzeile, jedes neue Gerichtsurteil könnte große Auswirkungen auf Ihre Pflichten und Rechte haben.

Somit sind Sie immer unruhig und immer zu abgelenkt. Stunden und Tage werden damit verbracht, sich um Dinge zu kümmern die man ohnehin niemals zu verstehen in der Lage ist.

Es gibt einfach Dinge, von denen sollte man als Unternehmer die Finger lassen.

Wenn ich Zahnschmerzen habe, werde ich nicht versuchen mir mit selbst gebasteltem Werkzeug ohne fremde Hilfe einen Wurzelkanal zu bohren.

Genauso habe ich einen Steuerberater, der sich um alles das kümmert was sich monatlich im Steuerrecht ändert.

Auch beim Hausbau verzichte ich nicht auf den “teuren” Architekten und bastle meine eigene Statik und meine eigenen Pläne.

Genauso wenig werde ich den Piloten auf dem Weg zu meiner Urlaubsdestination aus dem Cockpit werfen weil mich der Flug dann billiger kommt.

Sorry. Aber es gibt einfach Dinge die nicht in Ihre Hände gehören.

  • Es geht hier um das Fundament auf dem Ihr Unternehmen aufgebaut ist.
  • Die Zeit zum “selber basteln” ist in Sachen DSGVO einfach vorbei.

Sie müssen Ihren Kopf frei bekommen von all den Unsicherheiten.

500€ an Anwalts und Beratungskosten sind ein sehr, sehr kleiner Preis dafür, dass Sie Ihren Fokus zu 100% dort einsetzen können, wo auch Ihr Erfolg entsteht.

Der Weg zum Erfolg führt über die Offensive! Nehmen Sie das Thema in Angriff und bringen Sie es hinter sich.

Befreien Sie Ihren Fokus.  Kaufen Sie sich Ihren Frieden und Ihre Zeit zurück und geben Sie das Thema in professionelle Hände.

Wenn das noch nicht Grund genug für Sie ist, das Thema endlich anzugehen als das was es wirklich ist: Ein ernst zu nehmendes Thema dem sich kein Laie ohne professionelle Hilfe und Beratung nähern sollte.

Dann überzeugt Sie vielleicht der nächste Punkt: “Verlorener Wettbewerbsvorteil”

Zu 2.: Verlorener Wettbewerbsvorteil

Die Internetnutzer im allgemeinen sind verunsichert. Datenskandal hier, DSGVO da, Hacker-Angriffe dort.

Das Thema “Datenschutz” wird auch von den Medien so hoch gepusht, dass sich die Allgemeinheit mittlerweile auch verunsichert fühlt. Dies wiederum bietet Ihnen einen sofortigen Wettbewerbsvorteil, wenn Sie das Thema auf Ihrer Webseite aktiv behandeln. Der Vortrauensvorschuß eines kleinen “Datenschutz-Siegels” auf Ihrer Webseite ist nicht zu unterschätzen.

Momentan ist das Thema noch recht “jung” und Ihre Konkurrenz verschläft gerade diese Möglichkeit.

Diesen Wettbewerbsvorteil eines Siegels (z.B “Datenschutz geprüft durch ,..”) sollten Sie sich nicht entgehen lassen.

Der Wettbewerb schläft aber auch nicht ewig. Und sobald der Mitbewerber damit beginnt sich darum zu kümmern,

spätestens dann wandelt sich das fehlende Datenschutz-Siegel auf Ihrer Seite von einem verlorenen Vorteil zu einem handfesten Nachteil im Wettbewerb.

Fazit:

Ganz abgesehen von dem Wettbewerbsvorteil, der Ihnen die aktive Prüfung Ihrer Webseite bringt (“Datenschutz Siegel”) sollten Sie folgende Punkte in Ihrer Entscheidung mit bedenken:

  • Ersparen Sie sich die konstante Angst vor Abmahnungen die um jede Ecke lauern.
  • Bauen Sie Ihre Webseite auf einem rechtlich soliden Fundament auf.
  • Behalten Sie Ihren Fokus!  Der Verlust Ihres Fokus kostet Sie langfristig viel mehr als Sie die einmalige Rechtsberatung zur DSGVO kostet.
  • Machen Sie Ihren Kopf frei und sparen Sie sich hunderte Stunden über die nächsten Jahre, die Sie sonst verschwenden würden “immer auf dem Laufenden” zu bleiben – vor allem in einem Gebiet, (Juristen-Sprache!) dessen Sprache Sie nicht mächtig sind.

Meine ehrliche Meinung:
Sie werden die nächsten 12 Monate nicht überstehen, wenn Sie sich nicht umgehend mit dem Gedanken anfreunden, dass Sie selbst der schlechteste Kandidat sind, um Ihre eigene Datenschutzerklärung zu formulieren (außer Sie sind selbst Jurist mit einschlägiger Erfahrung im Datenschutzrecht).

Es gibt nur 2 Wege wie Sie mit der DSGVO umgehen können:

  1. Sie holen sich professionelle Hilfe in der Umsetzung.
  2. Sie löschen Ihre Webseite und melden noch diese Woche Ihr Gewerbe ab.

Meine Empfehlung: Lassen Sie den Profi ran:

  • Entweder Sie lagern die gesamte DSGVO Thematik an einen entsprechenden Rechtsanwalt aus
  • oder Sie setzen es unter der Führung eines erfahrenen Datenschutz-Spezialisten direkt selbst um (z.B. Praxis-Workshop Online)

Ansonsten kassieren Sie entweder eine Abmahnung in empfindlicher Höhe die Sie finanziell vor große Herausforderungen stellen wird, oder Sie verlieren gegenüber Ihrem Wettbewerb der sich ganz einfach aktiv mit dem Thema auseinandergesetzt hat. Und wenn das beides noch nicht dazu führt dass sie letzten Endes aufgeben und trotzdem weiter versuchen möchten sich Ihre Datenschutzerklärung selbst zu basteln (und zusätzliche im Detail über die 7 weiteren Punkte die es bei der “DSGVO” zu beachten gilt bescheid wissen) – dann wünsche ich Ihnen viel Glück.

Wir haben genau zu diesem Thema ein sehr interessantes Interview geführt, mit unserem eigenen Datenschutz-Berater: Sehen Sie sich das Interview hier an: https://onlineshop-training.de/dsgvo

Lassen Sie mich Ihre Meinung hören.

Ich freue mich immer auf den Austausch in unserer facebook Gruppe zum Thema Online-Marketing und Leistungsoptimierung: https://facebook.com/groups/conversionclub1

DSGVO und Tracking

Lesen Sie jetzt weiter, falls Sie Interesse haben zum Thema Datenschutz und Tracking.

 

PS: Die komplette Anleitung zur “Erfolgsroduktion im Internet” erhalten Sie in meinem Buch: “Erfolgbar machen” – das ich gerade verschenke (nur für kurze Zeit das Buch für 0€ holen: https://erfolgbar.de).

Gerne treffen wir uns auch in meiner Facebook Gruppe zum Thema “Erfolgsproduktion im Internet” → https://klickpro.de/fb

 

 

 

 

Zu den anderen Artikeln